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28.03.2017

HELLER WerkTage 2017: Zukunftsperspektiven mit Mehrwert

HELLER hatte unter dem Motto „Made to work“ für die 10. HELLER WerkTage vom 15. bis 17. März 2017 zahlreiche Highlights versprochen. Angefangen von der Premiere des neuen Bearbeitungszentrums HF 5500, über neue Perspektiven hinsichtlich Industrie 4.0 bis hin zum Mehrwert mit HELLER Services - die Nürtinger Maschinenbauer haben Wort gehalten. So konnten sich die Besucher recht eindrucksvoll informieren, wie bei HELLER bewährte Konzepte mit innovativen Ideen verknüpft werden und so messbaren Mehrwert schaffen.


Bei der Neuentwicklung von Bearbeitungszentren stehen bei HELLER nach wie vor Produktivität, Leistung, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit im Vordergrund. Mit den neuen 5-Achsbearbeitungszentren der Baureihe HF demonstrierten das die Nürtinger Maschinenbauer einmal mehr. Zu den HELLER WerkTagen vom 15. bis 17. März 2017 wurde erstmals das Bearbeitungszentrum HF 5500 vorgestellt.

Wie von HELLER gewohnt, mit einer horizontalen Spindel für schnelle Werkzeugwechsel, kurze Nebenzeiten und freien Spänefall, steht dieses neue Konzept aber vor allem für eine dynamische 5-Seiten- und simultane 5-Achs-Bearbeitung. Möglich wird das durch die fünfte Achse im Werkstück. HELLER setzt dabei auf die bewährte Kinematik mit drei Linearachsen in X, Y und Z sowie zwei direkt angetriebene dynamische Rundachsen in A und B.

Als einen USP gegenüber vergleichbarer Konzepte am Markt sieht Christoph Schmidt, Product & Technology Management bei HELLER, ein Gegenlager, das die direkt angetriebene AB-Achse unterstützt. In Kombination mit den YRT-Lagern wird so selbst bei hoher Belastung eine entsprechende Steifigkeit erreicht. Ein weiteres Novum sieht er aber auch in den Werkstückgrößen. Während bei herkömmlichen 5-Achs-Bearbeitungszentren meist von einer Einzelteilspannung ausgegangen wird, hat HELLER bei der Baureihe HF die Möglichkeit zu Mehrfach-Aufspannungen oder auch der Aufnahme sehr großer Bauteile geschaffen. So wurde auch die Störkontur bei der HF 5500 mit 800 mm (Höhe) und 900 mm (Durchmesser) gegenüber der HF 3500 um 27 Prozent vergrößert. Trotz dieser großen Störkontur kommt es kaum zu Einschränkungen der Freiheitsgrade kommt. Demnach ist ein Schwenken von 150° (30° bis -120°) möglich.

Von der Universalität und Leistungsfähigkeit dieser Bearbeitungszentren für kürzeste Span-zu-Spanzeiten konnten sich die Besucher dann auch vor Ort überzeugen. Bearbeitet wurde unter anderem ein Bauteil aus 1.2312 mit einem Planfräser, Durchmesser 100 mm. Mit einer Zustellung von ap = 3,5 mm und einer Eingriffsbreite von ae = 75 mm konnte ein Zerspanvolumen von 470 cm3 erreicht werden. HELLER definiert vor allem den allgemeinen Maschinenbau und die Automobil-Zulieferindustrie als die wesentlichen Zielgruppen der Baureihe HF. Auch deshalb wird die Baureihe HF mit vier unterschiedlichen Arbeitseinheiten, als Tischmaschine oder mit Palettenwechsler, sowie mit HSK 63 und HSK 100 Werkzeugaufnahmen angeboten.

Die Produktivität werkstückbezogen erhöhen

Dass Produktivität und Transparenz fester Bestandteil von Industrie 4.0 ist, machte Bernd Zapf, Leiter New Business & Technology bei HELLER mit seinem Vortrag „HELLER 4Industry – Mehrwert für die Zukunft“ deutlich.

Demnach unterscheidet man in Nürtingen bei diesem Begriff in die drei Themenfelder HELLER4Operation, HELLER4Services und HELLER4Performance. Mit HELLER4Operation verbindet man so die einfache Bedienung, die Individualisierung der Produkte und Produktion sowie die Einbindung in die Wertschöpfungskette von z.B. ERP/CAD-CAM. Bei HELLER4Services stehen demnach die Reduzierung von Stillstandzeiten, die vorbeugende bedarfsgerechte Instandhaltung und die Auswertung von Maschinendaten im Vordergrund. Besonders interessant im Zusammenhang mit HELLER4Industry aber ist das Thema HELLER4Performance. Denn damit verspricht HELLER Mehrwerte in der Maschine. Dazu gehört, dass man die Maschine werkstückbezogen optimiert und so den bekannten Funktionsumfang erweitert. Das heißt, mit einem „kontrollierten Chiptuning“ lässt sich die Produktivität der Bearbeitungszentren werkstückbezogen problemlos erhöhen. Das Ziel dabei ist allerdings nicht, dass man nur einseitig Optimierungen in die Maschine einfließen lässt, sondern dass man damit auch die Effektivität der Maschine erhöht.

Diese Industrie 4.0 Funktionen werden bei HELLER so künftig durch den Anschluss der Maschine und ein Netzwerk über eine Kommunikationsbox an der Maschine gestaltet. Übertragen in die Praxis heißt das, HELLER4Performance beinhaltet die Maschinenanalyse für eine Prozess- und Performance-Optimierung, eine zeitsynchrone Auskopplung von Echtzeitdaten ins Internet sowie die Auswertung und Darstellung beispielsweise über eine Internet-Plattform. So lassen sich beispielsweise Werkzeugbahnen inklusive der Toleranzen darstellen, in welchen ein Werkzeugabtrag erwartet wird. Danach wird das Werkstück auf der Maschine abgefahren. Die Daten, die dabei entstehen, werden direkt in eine Cloud übertragen. So können bereits im konstruierten Werkstück die tatsächlich gefahrenen Bahnen des Werkzeugs visualisiert und vor dem ersten Span beurteilt werden, ob die Maschine dazu in der Lage ist.

Transparent und zustandsorientiert zu mehr Verfügbarkeit

Höchste Verfügbarkeit für maximaler Produktivität verbindet HELLER allerdings auch mit dem Bereich des HELLER Services. Das beginnt bei der Finanzierung, der klassischen Hotline, einer speziellen CNC-Hotline und reicht bis hin zu entsprechenden Wartungsmaßnahmen oder auch dem Retrofitting.

Wichtiger Bestandteil des Servicepakets aber ist der Bereich der Data Services. HELLER versteht darunter alle angebotenen Dienstleistungen, wenn es darum geht mit Daten zu arbeiten. Dabei standen für Dr. Gerd Schöllhammer, Leiter Sales Support Global Services bei HELLER mit „HELLER Services - Lifetime Partnership“ die Remote Diagnostic Services (RDS), die Condition Dependent Services (CDS) sowie das HELLER Services Interface im Fokus. Während mit RDS detaillierte Diagnosen über den Betriebszustand der Maschine ermittelt werden, analysiert CDS den Zustand der Maschine (Daten von Achsen, Motoren etc.). Aus diesen ermittelten Daten werden präventive Maßnahmen für eine zustandsorientierte Instandhaltung eingeleitet. Das HELLER Services Interface hingegen schafft Transparenz in Produktion und Instandhaltung, führt zu Produktivitätssteigerungen durch Erkennen von Optimierungspotenzialen und hilft durch Visualisierung relevanter Kennwerte ungeplante Stillstände zu reduzieren.

Abgerundet wurde das Thema Verfügbarkeit an den HELLER WerkTagen mit Vorträgen der Unternehmen Fastems, Schuler und Liebherr zur Paletten-Automatisierung als Lösung für höhere Maschinenverfügbarkeit. Wie bereits bei den HELLER WerkTagen bisher, hatten die Besucher auch in diesem Jahr die Gelegenheit, sich über Werksführungen Einblicke in die Fertigung und in die Baugruppenmontage sowie in die Großteile-Fertigung und die Endmontage von Bearbeitungszentren zu verschaffen.


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